Muss der Filter irgendwann ausgetauscht werden und produziere ich damit Sondermüll?

Man sollte annehmen, dass durch den permanenten Eintrag von org. Stoffen der Sandfilter irgendwann einmal “zu” sein sollte. Das passiert auch unweigerlich, wenn die Anlage überlastet wird oder falsch dimensioniert wurde. Die Anlagen werden von uns jedoch so berechnet, dass sich Schmutzeintrag und Schmutzabbau die Waage halten. Bei einem Betrieb laut Betriebsanleitung ist eine Betriebsdauer von mind.15 Jahren sicher gegeben.

Bei älteren Anlagen (älter 7 Jahre) ist zu beobachten, dass sich ein neuer Filter in und auf der obersten Kiesschicht bildet. Dieser fast schon humose Boden wird der neue Filterbereich sein. Der Sand, der ehemals den Filter dargestellt hat,  spielt dann keine wesentliche Rolle mehr.

Zum Thema „Sondermüll“: selbst wenn bösen Zungen recht haben sollten – was sie jedoch nicht haben – und die obersten 30cm des Sandfilters ausgewechselt werden müssen, so handelt es sich bei dem Material keineswegs um „Giftstoffe“. Die Abwasserinhaltsstoffe sind nun mal überwiegend Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff. Und diese sind eher als wertvoller Kompost zu bezeichnen, als als Sondermüll. Belegt wurde dieses in mehreren Forschungsarbeiten, welche die Sande nach Rückständen untersuchten (u.a. Umweltbundesamt 1996).